Künstliche Bandscheibenprothese und Bandscheibenersatz der Lendenwirbelsäule

Ventraler Zugang

Die künstliche Bandscheibenprothese und -ersatz erlauben es uns eine degenerierte (verschlissene) Bandscheibe zu ersetzen. Sie werden anhand des ventralen retroperitonealen Zugangs in die Lendenwirbelsäule eingeführt. Dieser Zugang erlaubt es die Bandscheibenfächer der Lendenwirbelsäule mit einem kleinen Schnitt von ca. 4 cm Länge am Unterbauch des Patienten darzustellen.

Dieser Zugang zählt zu den minimal invasiven Zugängen, da keine Muskeln oder Knochen angeschnitten oder reseziert werden müssen und Nerven umgangen werden, im Gegensatz zum Zugang vom Rücken.


Esquema (imagen izquierda) del abordaje anterior a un disco intervertebral y de una caja intersomática de grandes dimensiones colocada en el disco interveterbal por via anterior (imagen derecha).Esquema (imagen izquierda) del abordaje anterior a un disco intervertebral y de una caja intersomática de grandes dimensiones colocada en el disco interveterbal por via anterior (imagen derecha).

Veranschaulichung (links) des ventralen Zugangs zu einer Bandscheibe der
Lendenswirbelsäule. Das Bild rechts zeigt einen Bandscheibenersatz,
der durch den ventralen Zugang eingebracht wurde.


Die Vorteile des ventralen Zungangs sind, dass er eine exzellente Darstellung der Lendenwirbelsäule erlaubt und damit erlaubt grössere Implantate, wie Bandscheibeprothesen und -ersätze, in die Lendenwirbelsäule einzusetzen, mit einer grösseren Oberfläche als die Implantate, die mit den Zugängen von dorsal (vom Rücken) verwendet werden.

Dr. Morgentern (al fondo izquierda) realizando el abordaje anterior retroperitoneal.Dr. Morgentern (al fondo izquierda) realizando el abordaje anterior retroperitoneal.

Dieses Bild zeigt Herrn Dr. Morgenstern (hinten links) bei der Durchführung
eines ventralen retroperitonealen Zugangs


Der ventrale Zugang gehörte zu den minimal-invasiven Techniken, da alle Organe, die sich im Bauch (Abdomen) des Patienten befinden, umgangen werden. Dadurch erfolgt die postoperative Genesung des Patienten extrem schnell und eine Entlassung aus der Klinik ist meist nach nur 2 Tagen möglich. Herr Dr. Morgenstern wurde in Deutschland zum ventralen Zugang ausgebildet. Diese chirurgische Technik ergänzt die anderen Techniken, die auf dieser Seite beschrieben werden, und erlaubt es grosse Hautschnitte am Rücken des Patienten zu vermeiden.

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Einer der bekanntesten Fälle, bei denen ein ventraler Zugang zum Erfolg geführt hat, ist der berühmte Golfspieler Tiger Woods, Gewinner des Augusta Masters 2019, der nach langer Auszeit aufgrund von Lendenschmerzen nach einem Bandscheibenersatz mittels des ventralen Zugangs es zurück auf die Gewinnseite geschafft hat.


Wann ist ein ventraler Zugang indiziert?

Im Falle eines Bandscheibenverschleiss, bedingt z.B. durch Alter oder Überanspruchung, mit der Folge einer verminderten Badnscheibenhöhe, kann es zu Lendenschmerzen und Schmerzen im Bereich des Gesässes führe. Eine stark geminderte Badnscheibenhöhe kann sogar zur Einklemmung von Nervenwurzeln führe, die zu ausstrahlenden Beinschmerzen führen.

cirugia anteriorcirugia anterior

Dieses Röntgenbild zeigt eine bereits eingeführen Bandscheibenersatz (Cage) auf Höhe L5/S1.
Bemerkenswert sind die Schrauben, die den Ersatz an den entsprechenden
knöchernen Deck- Und Endplatten der angliedernden Wirbelkörper befestigen.


Die Bandscheibenhöhe kann man anhand eines Bandscheibenersatzes wiederherstellen, der mittels des ventralen Zugangs eingeführt wird. Der Patient kann wenige Stunden nach der Chirurgie aufstehen und selbstständig Gehen, und wird nach nur 2 Tagen vom Krankenhaus entlassen. Diese Technik ist indiziert bei Lendenschmerzen mit ausgeschöpfter konservativer Therapie und Bandscheibenhöhenminderungen mit ausstrahlenden Beinschmerzen.

Die Lenden- und Beinschmerzen haben meist in den ersten 24h nach der Operation komplett nachgelassen.


rayos x cajas intersomaticasrayos x cajas intersomaticas

Radiologische Nachkontrolle von zwei von ventral eingebrachte Bandscheibenersätze in Segment L4/L5 und L5/S1.
Im Bild sieht man die drei Schrauben, die das jeweilige Implantat am oberen und unteren Wirbelkörper befestigen.


Fallbeispiel 1

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